Ruby: Umstellung von RVM auf rbenv/ruby-build
Sam Stephenson von 37signals hat eine schlanke Alternative zum Ruby Version Manager (RVM) geschaffen, die weniger in das System eingreift. Zeit für einen Wechsel.
Bisher hatte ich zum Verwalten von Ruby-Versionen RVM genutzt, um die Version 1.9.2 parallel zur mit OS X gelieferten System-Version 1.8.7 zu betreiben. Das funktioniert soweit auch ganz prächtig, wenn man (wie ich) aber keine weiteren Features von RVM benutzt, gibt es auch eine einfachere Alternative.
rbenv konzentriert sich auf das Wesentliche, das Festlegen der verwendeten Ruby-Version, entweder auf globaler oder projektbezogener Ebene. Selbst das Downloaden und Installieren von unterschiedlichen Ruby-Versionen ist in das Schwesterprojekt ruby-build ausgelagert. Damit folgt es dem UNIX-Gedanken, dass ein Programm lediglich eine einzige Aufgabe erfüllen sollte - und das zuverlässig. Die Verwaltung von Gemsets bietet rbenv nicht, dafür empfiehlt sich stattdessen Bundler, das ohnehin mittlerweile in vielen Projekten Verwendung findet.
Schritt 1: Ruby Version Manager (RVM) deinstallieren
Wie tief sich RVM im System verankert stellt man fest, wenn man es versucht zu deinstallieren. Eigentlich sollten diese beiden Zeilen genügen:
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Dazu kommen - je nach System - allerdings noch Einträge in ~/.bashrc, ~/.profile, ~/.bash_profile oder /etc/profile und die Ordner /etc/rvmrc, /etc/profile.d/rvm und ~/.rvmrc.
Ebenso sollte man einen Blick in /usr/local/bin werfen: Hier können sich noch Symlinks und RVM-Ersatzscripte für erb, gem, irb, rake, rdoc, ri, ruby und testrb befinden. Ich hoffe, dass ich bei dieser Auflistung nichts vergessen habe, es empfiehlt sich auf jeden Fall, die entsprechenden Ordner und Dateien genau zu durchleuchten.
Schritt 2: rbenv/ruby-build installieren
Wenn man unter OS X den Paketmanager “homebrew” installiert hat, geht die Installation erfreulich einfach:
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Danach fügt man noch in seinem Shell-Profil die Zeile eval "$(rbenv init -)" hinzu und startet anschließend den Shell-Prozess neu. Die Installation ohne Paketmanager ist ähnlich schnell erledigt.
Schritt 3: Ruby installieren
Die Installation einer neuen Ruby-Version ist dann in wenigen Schritten abgeschlossen:
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… fertig und ready to rumble.